Veröffentlicht am 24. August 2026ca. 5 Min. Lesezeit
Wie findet man sich in einem so großen Land zurecht? Genau so wie in einem kleinen. Heutzutage gibt es so viele wichtige und unwichtige, nützliche und überflüssige, kostenlose und teure Orientierungshelferlein, dass ein Blick aufs Wesentliche vielleicht nicht schadet.
Auto: Google Maps oder das Mietwagen-Navi reichen für die Straße meist völlig aus.
Wandern: In abgelegenen Nationalparks gibt es oft kein Mobilfunknetz - eine Offline-App ist Pflicht.
Analog: Ein Road Atlas als Backup schadet trotz Handy-Navigation nie.
Auto-Navigation
Navis kann man mittlerweile bei allen größeren Autovermietern kostenpflichtig zubuchen, meist reicht aber ohnehin Google Maps auf dem eigenen Handy völlig aus - inzwischen auch bequem über Apple CarPlay oder Android Auto direkt auf dem Bildschirm des Mietwagens, sofern das Fahrzeug das unterstützt. Trotzdem finde ich es weiterhin sinnvoll, auch irgendetwas Nicht-Elektronisches an Bord zu haben, zum Beispiel den Road Atlas von Rand McNally oder vergleichbares Material - als Backup, wenn Akku, Empfang oder Technik mal streiken.
Der Rand McNally Road Atlas: eine kleine Liebeserklärung
Früher, lange bevor an Smartphones und GPS im Handschuhfach überhaupt zu denken war, haben wir den großformatigen Rand McNally Road Atlas jedes Mal von Deutschland aus mitgebracht - das dicke Ding gehörte fest zum Reisegepäck. Jeder Bundesstaat bekam darin eine Doppelseite spendiert, manche kleineren Staaten mussten sich mit einer halben Seite begnügen. Detailliert war das natürlich nicht - aber genau genug, um sich zurechtzufinden.
Das Schöne an diesen Karten waren die kleinen Symbole: grüne Zeltsymbole markierten Campingplätze, wenn auch längst nicht alle, und gepunktete Linien kennzeichneten scenic routes. Danach haben wir früher unsere Routen ausgesucht - man folgte mit dem Finger den Punkten auf dem Papier und ließ sich überraschen, was einen dort tatsächlich erwartete.
Heute ist das alles irgendwie steriler geworden. Google Maps und Co. sind objektiv betrachtet natürlich besser und genauer als jeder Papieratlas - aber es bleibt kaum noch Spielraum für Überraschungen, wenn schon vorher jede Bewertung, jedes Foto und jede Straßenansicht online einsehbar ist. Eine etwas verklärte, romantisierende Betrachtung, ich weiß - aber ich vermisse das gepunktete-Linien-Abenteuer manchmal trotzdem.
GPS für Wanderungen
Zum Navigieren bei Wanderungen verwende ich das iPhone mit einer entsprechenden App (z.B. Maps 3D). Eine gute Alternative, gerade für Nationalparks und Backcountry-Touren, ist AllTrails - dort lassen sich Karten samt Routen vorab herunterladen und offline nutzen, was in vielen abgelegenen Parks ohne Mobilfunknetz unverzichtbar ist. Noch besser ist ein richtiges GPS-Gerät, allerdings muss man das auch mitschleppen und sich damit auskennen. Mir reicht in aller Regel das Handy.
Online-Tools für die Planung
Google Maps und Google Earth sind vermutlich bekannt. Beide erleichtern das Planen der Reise im Vorfeld erheblich - von der groben Routenplanung bis zum Blick auf einzelne Trailheads per Satellitenbild.
Empfehlenswerte Online-Karten
Daneben gibt es jede Menge Online-Ressourcen, die sich besonders bewährt haben:
- NPmaps.com - detaillierte Karten für vom National Park Service verwaltete Parks.
- USGS Topo-Maps - kostenlose topografische Karten des United States Geological Survey zum Download.
- National Geographic Topo-Maps - dieselben USGS-Daten, aber komfortabler für Print und Download aufbereitet.
- BLM Utah - eine interaktive Karte des Bureau of Land Management für Utah.