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Reiseplanung

Karten und Navigation für die USA: GPS, Road Atlas und Online-Maps

Karten und Navigation für die USA (illustrative KI-Grafik)
Dieses Bild wurde KI-generiert und ist fiktionalisiert. Auf meiner Website finden sich fast 22.000 selbst fotografierte Bilder.

Veröffentlicht am 24. August 2026ca. 6 Min. Lesezeit

Wie findet man sich in einem so großen Land zurecht? Genau so wie in einem kleinen. Heutzutage gibt es so viele wichtige und unwichtige, nützliche und überflüssige, kostenlose und teure Orientierungshelferlein, dass ein Blick aufs Wesentliche vielleicht nicht schadet.

Kurz & knapp

Auto: Google Maps oder das Mietwagen-Navi reichen für die Straße meist völlig aus.

Wandern: In abgelegenen Nationalparks gibt es oft kein Mobilfunknetz - eine Offline-App ist Pflicht.

Analog: Ein Road Atlas als Backup schadet trotz Handy-Navigation nie.

Auto-Navigation

Navis kann man mittlerweile bei allen größeren Autovermietern kostenpflichtig zubuchen, meist reicht aber ohnehin Google Maps auf dem eigenen Handy völlig aus - inzwischen auch bequem über Apple CarPlay oder Android Auto direkt auf dem Bildschirm des Mietwagens, sofern das Fahrzeug das unterstützt. Auch bei Google Maps lohnt es sich, die Karten der geplanten Region vorab herunterzuladen (Offline-Karten in den Google-Maps-Einstellungen) - dann funktioniert die Navigation auch dort noch, wo unterwegs mal kein Mobilfunknetz zu finden ist.

Man liest im Internet manchmal den Hinweis, Google Maps sei bei der Routenberechnung im Hinblick auf die Fahrzeit nicht besonders zuverlässig. Kann ich aus eigener Erfahrung so nicht bestätigen - ich finde die Zeitschätzungen besser als ihr Ruf. Nicht immer passt es exakt, aber im Großen und Ganzen kommt das schon ziemlich gut hin.

Der Rand McNally Road Atlas: eine kleine Liebeserklärung

Früher, lange bevor an Smartphones und GPS im Handschuhfach überhaupt zu denken war, haben wir den großformatigen Rand McNally Road Atlas mit seinen DIN-A3-großen Seiten jedes Mal von Deutschland aus mitgebracht - das Ding gehörte fest zum Reisegepäck. Jeder Bundesstaat bekam darin eine Doppelseite spendiert, manche kleineren Staaten mussten sich mit einer halben Seite begnügen. Detailliert war das natürlich nicht - aber genau genug, um sich zurechtzufinden.

Das Schöne an diesen Karten waren die kleinen Symbole: grüne Zeltsymbole markierten Campingplätze, wenn auch längst nicht alle, und gepunktete Linien kennzeichneten scenic routes. Danach haben wir früher unsere Routen ausgesucht - man folgte mit dem Finger den Punkten auf dem Papier und ließ sich überraschen, was einen dort tatsächlich erwartete.

Heute ist das alles irgendwie steriler geworden. Google Maps und Co. sind objektiv betrachtet natürlich besser und genauer als jeder Papieratlas - aber es bleibt kaum noch Spielraum für Überraschungen, wenn schon vorher jede Bewertung, jedes Foto und jede Straßenansicht online einsehbar ist. Eine etwas verklärte, romantisierende Betrachtung, ich weiß - aber ich vermisse das gepunktete-Linien-Abenteuer manchmal trotzdem.

GPS für Wanderungen

Zum Navigieren bei Wanderungen nutze ich Gaia GPS - eine App, die verschiedene topografische Kartenebenen (unter anderem USGS-Topo-Karten und Satellitenbilder) mit GPS-Tracking kombiniert und Routen vorab zum Offline-Gebrauch herunterladen lässt, was in vielen abgelegenen Nationalparks ohne Mobilfunknetz unverzichtbar ist. Eine gute Alternative, vor allem für reine Wanderungen, ist Komoot, eher auf Routenplanung und -empfehlungen fokussiert und ebenfalls mit Offline-Karten nutzbar - bei beiden Apps lohnt sich vorab ein Blick auf die kostenpflichtigen Zusatzfunktionen, die Basisversion reicht aber für die meisten Wanderungen völlig aus. Auch AllTrails ist gerade für Nationalparks und Backcountry-Touren beliebt, mit demselben Offline-Prinzip. Noch besser ist ein richtiges GPS-Gerät, allerdings muss man das auch mitschleppen und sich damit auskennen. Mir reicht in aller Regel das Handy und zusätzlich eine Powerbank, denn die Navigation zieht viel Akku.

Online-Tools für die Planung

Google Maps und Google Earth sind vermutlich bekannt. Beide erleichtern das Planen der Reise im Vorfeld erheblich - von der groben Routenplanung bis zum Blick auf einzelne Trailheads per Satellitenbild.

Empfehlenswerte Online-Karten

Daneben gibt es jede Menge Online-Ressourcen, die sich besonders bewährt haben:

  • NPmaps.com - detaillierte Karten für vom National Park Service verwaltete Parks.
  • USGS Topo-Maps - kostenlose topografische Karten des United States Geological Survey zum Download.
  • National Geographic Topo-Maps - dieselben USGS-Daten, aber komfortabler für Print und Download aufbereitet.
  • BLM Utah - eine interaktive Karte des Bureau of Land Management für Utah.

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