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Paderquellen - Bär ermittelt

Bücher von Dirk Möller

Paderquellen - Bär ermittelt Neu

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Warum USA?

(Letzte Änderung: 1.06.2026 @ 22:03)

Warum überhaupt USA? Warum immer noch in ein Land reisen, das sich politisch und gesellschaftlich scheinbar immer weiter von Europa entfernt?

Meine Antwort lautet: Weil Amerika einfach Amerika ist. Trotz allem.

Weil die Vereinigten Staaten weit mehr sind als Schlagzeilen, Wahlergebnisse und politische Debatten.

Weil die Amerikaner – so sehr sie politisch oft in gegensätzlichen Lagern stehen mögen – noch immer ein Menschenschlag sind, dessen Optimismus, Offenheit, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft mich beeindruckt.

Weil man dort mit Fremden ins Gespräch kommt, ohne schief angesehen zu werden. Weil ein freundliches Lächeln, ein kurzes Gespräch an der Tankstelle oder im Aufzug oder ein herzlicher Gruß im Hotel noch immer selbstverständlich sind.

Weil das Land eine nahezu unbegreifliche Vielfalt an Naturschönheiten vereint: schneebedeckte Gipfel, endlose Prärien, gewaltige Wüstenlandschaften, tropische Küsten, dichte Wälder und Nationalparks von einer Größe und Schönheit, die in Europa kaum vorstellbar sind.

Weil Amerika eben nicht kulturlos ist, wie Europäer manchmal ziemlich eingebildet behaupten. Man denke an die Kulturen der First Nations, die weit länger existiert als die Vereinigten Staaten.

Weil Amerika das Reisen leicht macht – mit einem hervorragend ausgebauten Straßennetz, einer guten touristischen Infrastruktur und dem Gefühl, hinter jeder Kurve könnte das nächste große Abenteuer warten.

Weil es Städte gibt, die ihresgleichen suchen: pulsierend, kreativ, widersprüchlich und voller Energie. Städte, die ganze Mythen hervorgebracht haben und deren Namen allein Fernweh wecken. Wo sonst auf der Welt gibt es so etwas wie New York City?

Weil die Weite des Landes ein Gefühl von Freiheit vermittelt, das man kaum beschreiben kann, sondern selbst erleben muss. Entspanntes Cruisen auf leeren Straßen durch atemberaubende Landschaften ...

Weil Amerika ein Land der Geschichten ist – von Pionieren, Goldsuchern, Eisenbahnen, Einwanderern, Cowboys, Bürgerrechtlern und Visionären.

Weil dort vieles größer, lauter, bunter und manchmal auch verrückter ist als anderswo.

Weil mich dieses Land seit meiner Kindheit begleitet. Weil Amerika das Land meiner Träume war, lange bevor ich zum ersten Mal einen Reisepass in der Hand hielt.

Weil Winnetou und Old Shatterhand meine Helden waren. Weil ich als Kind von endlosen Prärien, Lagerfeuern unter dem Sternenhimmel und den Landschaften des Wilden Westens geträumt habe.

Und weil sich etwas von dieser Faszination bis heute erhalten hat. Selbst nach 27 USA-Reisen noch.

Denn Reisen bedeutet nicht, mit allem einverstanden zu sein. Reisen bedeutet, Menschen, Landschaften und Kulturen kennenzulernen. Und genau deshalb werde ich auch weiterhin nach Amerika reisen.