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Paderquellen - Bär ermittelt

Bücher von Dirk Möller

Paderquellen - Bär ermittelt Neu

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Rhyolite Ghost Town (NV)

(Letzte Änderung: 25.06.2026 @ 10:48)

Auf einen BlickRhyolite zwischen Beatty und dem Death Valley war 1904 ein Goldrausch-Boomtown mit zeitweise über 10.000 Einwohnern (und 53 Saloons), das schon um 1919 verlassen war. Heute mischen sich zwischen die Ruinen skurrile Outdoor-Kunst – Geisterstatuen des Belgiers Fred Bervoets und ein Mosaik-Sofa der Münchnerin Sofie Siegmann.
Beste Reisezeit: Herbst bis Frühjahr (Sommer extrem heiß)
Zeitbedarf: kurzer, lohnender Stopp ~1 Stunde; ideal mit dem Death Valley NP zu verbinden

Rhyolite Ghost Town bei Death Valley in Nevada

Herzlich willkommen auf der Seite der skurrilsten Location, die ich in meinem Web-Projekt USALetsGo präsentiere. Rhyolite ist ziemlich strange, so viel sei schon jetzt verraten.

Vorab: Es handelt sich um eine ghost town und bei diesen Stätten muss wenigstens eine kurze geschichtliche Einordnung erfolgen.

Wie könnte es auch anders sein: Wenn in einer so gottverlassenen Gegend - Rhyolite liegt wirklich in the middle of nothing - eine Stadt quasi aus dem Nichts entsteht, sind Gold oder andere Bodenschätze im Spiel. So auch hier.

Rhyolite entstand im Jahr 1904 als ein Prospector namens Shorty Harris hier Gold fand. Die Einwohnerzahl erhöhte sich explosionsartig.

"Zwischen 1905 und 1910 lebten in Rhyolite über 10.000 Einwohner, es war damit die drittgrößte Stadt Nevadas. Zu seiner Ausstattung gehörten drei Eisenbahnlinien, eine Telegraphenstation, ein Elektrizitätswerk, drei Zeitungen, 50 Goldminen, eine Oper, eine Symphonie, drei Krankenhäuser, ein öffentliches Schwimmbad, 19 Hotels, 18 Drugstores sowie 53 Saloons. Um 1914 waren die Goldvorkommen ausgebeutet, der Niedergang der Stadt erfolgte so schnell wie ihr Aufstieg. Im Jahr 1919 schloss als letztes das Postamt von Rhyolite, und der letzte Einwohner, der Postbedienstete, verließ die Stadt." (Quelle: Wikipedia)

Bemerkenswert finde ich insbesondere die üppige Anzahl der Saloons. 53 Saloons! Angesichts der unfassbaren Hitze im Sommer und der extremen Bedingungen, unter denen die Goldsucher ihrem Tagewerk nachgingen, aber vielleicht verständlich. Nüchtern erträgt man das wohl kaum.

Dem heutigen Besucher bietet sich ein bizarres Bild. Überall stehen wahllos einige Relikte aus der damaligen Zeit herum zusammen mit eigenwillig interpretierten Exponaten von Modern Art (oder, wenn man so will, simpler Krempel).

Dazu gehören z.B. die Statue eines Goldschürfers oder auch die Geisterstatuen, an denen der belgische Künstler Fred Bervoets Schuld hat, der Ende der 80er Jahre zeitweilig in Rhyolite lebte.

Ich verstehe, dass es hart sein muss als Künstler in Rhyolite, beseelt von kreativen Impulsen, morgens gegen 15.00 Uhr aus den Federn zu kriechen und seinen Kaffee auf der Veranda bei schätzungsweise 50 Grad C im Schatten schlürfen zu müssen. Da kann man schon auf komische Ideen kommen.

Goldrausch-Ruinen und Outdoor-Kunst

Rhyolite Rhyolite Rhyolite Rhyolite

Das Mosaik-Sofa ist ein Fall für sich. Ich bezweifele, dass es den Weg ins New Yorker Museum of Modern Art finden wird, aber immerhin verleiht es der trostlosen Umgebung Rhyolites etwas Erfrischendes (in der Bilder-Galerie unten auf der Seite kann man es in all seiner Farbenpracht bestaunen). Kreiert wurde das Kunstwerk übrigens von der Künstlerin Sofie Siegmann, die aus München stammt.

Directions

Rhyolite liegt zwischen der Stadt Beatty (NV) und dem Death Valley NP (CA). Viele Touristen, die das Death Valley von der Westküste kommend besuchen, wird es kaum hierher verschlagen, denn die Geisterstadt liegt dann ziemlich abseits der Hauptsehenswürdigkeiten.

Wer von Las Vegas aus einen Tagesausflug ins Tal des Todes unternehmen möchte, sollte (a) morgens sehr früh aufbrechen, (b) eine ziemlich späte Rückkehr einkalkulieren, (c) akzeptieren, dass man abends ziemlich erschossen ist und vielleicht nicht mehr bis morgens um 3 auf dem Strip durchhält, (d) evtl. die Nordroute über Beatty nehmen, (e) dann Rhyolite mit einem kurzen Abstecher ins Reiseprogramm aufnehmen und (f) sodann schleunigst zu den eigentlichen "Top-Acts" des Death Valley NP aufbrechen.

Die Entfernung von Las Vegas nach Rhyolite beträgt ca. 200 km (Fahrtzeit ca. 2 Std.). Am besten fährt man den Strip entlang nach Norden (Richtung Stratosphere Tower) und dann auf dem Highway 95 Richtung Reno. In Beatty ist Rhyolite ausgeschildert.

GPS-Koordinaten Rhyolite

(WGS84, Dezimalgrad, Umrechner: hier)

GPS Rhyolite: 36.90321, -116.828117

Anfahrt

Good to know

Rhyolite ist kein Ort für Stunden um Stunden, sondern für einen kurzen, lohnenden Stopp. Genau so sollte man es auch einplanen.

Besonders gut funktioniert der Abstecher in Kombination mit Death Valley National Park. Beatty liefert die praktische Versorgung, Rhyolite den morbiden Vorfilm.

My Visits

Rhyolite habe ich im Jahr 2012 das erste, einzige und letzte Mal besucht.

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Rhyolite versprüht eine eigenartige Atmosphäre. Eine Mischung aus Mad Max Endzeitstimmung, Frontier-Überlebenskampf und schwarzem Humor.

Wer´s mag...

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